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(schriftdeutsch)
19./20 Juli 2025 - Schirmherr: Gerhard Polt
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Foto: Hannes Kohlmaier
2025 fand das Kasperltheater-Festival im Markus Wasmeier Freilichtmuseum zum zehnten Mal statt. Zu diesem Jubiläum wurde es erweitert und es gab Kasperlvorstellungen bereits ab Samstagnachmittag und am Sonntag den ganzen Tag.
Ein schöner Bericht über Veranstaltung
ist bei
Kulturvision aktuell zu finden.
Weitere Impressionen in Wort und Bild
Zum Jubiläum hatten sich Traudl und Peter Schröder, auf deren Initiative das Festival zurückgeht und die es jedes Jahr organisieren, außerdem etwas Besonderes einfallen lassen. Sie bauten Markus Wasmeier als Handpuppe und übereichten diese dem Hausherrn beim Festival in einem inszenierten, geheimnisvollen Schöpfungsakt.
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Foto: Kasperls Spuikastl
Nach Markus Wasmeier ließ es sich auch Schirmherr Gerhard Polt nicht nehmen, in ein paar Worten die Bedeutung des Kasperltheater-Festivals hervorzuheben.
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Foto: Kasperls Spuikastl
Die Hauptsache des Festivals waren aber natürlich die acht Vorstellungen: Sieben Bühnen aus ganz Deutschland waren der Einladung an
den Schliersee gefolgt und präsentierten ihr Können auf ganz unterschiedliche
Art und Weise. Auch Mitwirkende früherer Jahre waren zum Zuschauen und Feiern
gekommen.
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Foto: Angelika Albrecht-Schaffer
trasFORMAzioneANIMATA aus Neapel/München
Zum Auftakt des Festivals präsentierte Ciro Arancini am Samstagnachmittag im Behamhof ein „spettacolo delle Guarattelle“, einen Klassiker des traditionellen neapolitanischen Handpuppenspiels. Denn aus Neapel stammt dieser Puppenspieler, der inzwischen in München lebt. Mit seinem Pulcinella war er nach 2023 zum zweiten Mal beim Festival und Pulcinella musste sich in "E’ tutta ‘RRobba ‘Bbona" auch dieses Mal wieder diversen Widrigkeiten stellen. Pulcinella ist zwar nicht der Kasperl, aber als sein italienischer Verwandter herzlich willkommen beim Festival.
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Pulcinella - Foto: Hannes Kohlmaier
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Blick hinter die Bühne - Foto: Hannes Kohlmaier
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Pulcinella und der Padrone di Cane, der Herr des
Hundes - Foto: Hannes Kohlmaier
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Der Tod - Foto: Hannes Kohlmaier
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Ciro Arancini mit seinem Pulcinella - Foto: Hannes
Kohlmaier
Kiepenkasper aus Sibbesse-Eberholzen
Anschließend präsentierte Uwe Spillmann, der Kiepenkasper aus Niedersachsen, ebenfalls im Behamhof in seiner Kiepe eines seiner Kasperstücke. Auf dem Programm standen "Die drei Zauberfedern", Da macht der Kasper beim Zaubern einen Fehler und wird in ein stinkendes Schwein verwandelt. Klar, dass er am Ende durch einen Kuss erlöst wird. Der Kiepenkasper spielte auch schon 2022 beim Festival.
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Die Kiepe des Kiepenkasper - Foto: Kasperls Spuikastl
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Der Kasper - Foto: Hannes Kohlmaier
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Die Hexe - Foto: Hannes Kohlmaier
Kasperhaus aus Würzburg
Die dritte und letzte Vorstellung am Samstag gestaltete Udo Gläser ebenfalls im Behamhof. Er betreibt sein Kasperhaus im unterfränkischen Würzburg und war mit seiner Reisebühne zum ersten Mal zum Festival gekommen. Sein Kasperstück "Des Kaisers neue Kleider" basiert auf Hans Christian Andersens Märchen. Die Hauptrolle in diesem lustigen Kasperspiel um Eitelkeit und Täuschung hatte aber natürlich der Kasper.
Kasper und Gretel - Foto: Hannes Kohlmaier
Kasper - Foto: Hannes Kohlmaier
Der nackte Kaiser - Foto: Hannes Kohlmaier
Puppenspieler Udo Gläser - Foto: Hannes Kohlmaier
Joe Heinrichs Polit-Kasperltheater aus Landsberg a. Lech
Das Programm am Sonntag startete in der Tenne des Wirtshauses mit einem Kabarettistischen Frühschoppen für Erwachsene mit einer Vorstellung des Puppenspielers und Kabarettisten Joe Heinrich. Polit-Kasperltheater ist Bestandteil seines Kabarett-Solo-Programms und wurde hier als eigenständiger Auftritt dargeboten. Frech anmoderiert von Wolpert Wolpertinger, ging's mit Markus Söder, Hubert Aiwanger, Dorothee Bär und Edmund Stoiber alias Mr. Spock ins Raumschiff der Politik. Auch Horst Seehofer und Winfried Kretschmann hatten dort ihren Auftritt, bevor sich der Blick weitete und Friedrich Merz die Berliner Bühne übernahm. Konfrontiert war der da auch mit Angela Merkel, die sich danach noch mit Recep Tayyip Erdoğan und Donald Trump herumschlagen musste. Joe Heinrich, war übrigens schon zum vierten Mal beim Festival dabei: 2019 schon einmal mit Polit-Kasperltheater für Erwachsene und 2020 und 2021 mit Kasperltheater für Kinder.
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Wolpert Woplpertinger - Foto: Kasperls Spuikastl
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Winfried Kretschmam und Markus Söder - Foto: Angelika
Albrecht-Schaffer
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Angela Merkel - Foto: Angelika Albrecht-Schaffer
Kora Tscherning vom Figurenkombinat in Meiningen
An gleicher Stelle ging's nach dem kleinen Jubiläumsakt (s. oben) dann weiter mit Kora Tscherning. Sie ist Mitbegründerin des Figurenkombinats im thüringischen Meiningen, eines Ensembles für zeitgenössisches Figurentheater. Beim Festival war sie zum ersten Mal dabei. Ihr Kasperstück "Tritratrullala, die Polizei ist auch schon da" präsentierte sie in offener Spielweise. Ein herrenloser Koffer beinhaltete das ganze Kasper-Ensemble und wurde zur Bühne. Gemeinsam mit dem Publikum begab sich Kora als Polizistin auf die Suche nach dem verschwundenen Schatz der Großmutter und bediente sich bei der Ausgestaltung des Bühnenraums auch der großartigen Vorstellungskraft und Imaginationsfähigkeit der Kinder.
Kora Tscherning und ihr Kasper - Foto: Kasperls Spuikastl
Kasper und Seppl - Foto: Angelika Albrecht-Schaffer
Die Prinzessin - Foto: Angelika Albrecht-Schaffer
Hexe und König - Foto: Kasperls Spuikastl
Kiepenkasper aus Sibbesse-Eberholzen
Die nächste Vorstellung präsentierte dann der Kiepenkasper im Behamhof. Bei "Henker, Tod und Teufel" handelte es sich um ein von Uwe Spillmann bearbeitetes klassisches Kasperstück aus dem 17. Jahrhundert. Wegen andauernder Majestätsbeleidigung gerät der Kasper darin in die Mühlen der Justiz und Hinrichtung und Höllenfahrt erwarten ihn. Der Kiepenkasper zeigte eine turbulentes, absurdes Spektakel, in dem sich der Kasper mit Henker, Tod und Teufel auseinanderzusetzen hatte, aber auch mit Wuschel, dem vierbeinigen Freund des Sensenmanns. Keine Frage, wer am Schluss die Oberhand behalten hat ...
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Der Kiepenkasper - Foto: Hannes Kohlmaier
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Der Tod und sein Hund Wuschel - Foto: Angelika Albrecht-Schaffer
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Teufel und Kasper - Foto: Angelika Albrecht-Schaffer
Theater Fuchs aus Leipzig
Christian Fuchs ist Regisseur und Puppenspieler und gründete 2018 in Leipzig das Theater Fuchs. Erstmals beim Festival hatte er an den Schliersee seine Guckkastenbühne mitgebracht und spielte mit "Kasper fängt das Krokodil" ein klassisches Kasperstück. Eher poppig und schrill sind seine Figuren, vor allem die weißhaarige Großmutter mit ihrer Punkfrisur, die lauthals die Arie der Königin der Nacht schmetterte. Wie es sich gehört, war auch der Polizist dabei. Dumm wie er ist, schaffte er es natürlich nicht, das ausgebüchste Krokodil zu fangen. Das hatte blöderweise auch noch Großmutters Handy verschlungen. (45 Min.)
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Kasper und Großmutter - Foto: Angelika Albrecht-Schaffer
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Kasper und Krokodil - Foto: Angelika Albrecht-Schaffer
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Blick hinter die Bühne - Foto: Angelika Albrecht-Schaffer
LUK Puppentheater aus Köln
Marion Bihler-Kerluku betreibt das LUK Puppentheater in Köln und ist zum ersten Mal an den Schliersee gekommen. Mit ihrem Stück "Kasperle und die verschwundenen Farben" gab es beim Festival erstmals ein Kasperlstück für die Kleineren ab zwei Jahren. Kasperl musste der Prinzessin helfen, die Farben wiederzufinden. Herr Blau, Frau Gelb und Frau Rot hatten sich zerstritten und waren aus dem Schloss verschwunden. Kasperls Aufgabe war es, zusammen mit den Kindern, die Farben wieder zu versöhnen.
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Marion Bihler-Kerluku mit dem Kasper - Foto: Angelika
Albrecht-Schaffer
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Frau Rot - Foto: Kasperls Spuikastl
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Kasper und Prinzessin - Foto: Kasperls Spuikastl
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Puppen des Stücks - Foto: Angelika Albrecht-Schaffer
Ausstellung historischer Handpuppen
Während des Festivals waren auch wieder die wunderbaren historischen Handpuppen in einem Nebenraum des Behamhofes ausgestellt, die das Wasmeier Museum 2022 geschenkt bekommen hat. Sie stammen von der Enkelin des Bayrischzeller Lehrers und Puppenspielers Friedrich Haugg, der nach Ende des Zweiten Weltkriegs mit seiner Puppenbühne unterwegs war. Inzwischen konnte der Bau der allermeisten Puppen auch Personen zugeordnet werden. Die meisten geschnitzten Figuren sind von Fritz Herbert Bross (1910-1976), die Filzfiguren von Else Hecht (1888-1975). Nur bei ein paar Puppen ist die Herkunft noch unklar.
Hier eine kleine Auswahl der Puppen. Mehr Fotos gibt's bei den Impressionen 2024.
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Historische Handpuppen von Fritz Herbert
Bross -
Foto: Angelika Albrecht-Schaffer
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Historische Handpuppen von Else Hecht -
Foto: Angelika Albrecht-Schaffer
Künstlerische Leitung und Koordination des Festivals: Traudl Schröder, Kasperls Spuikastl
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